DB Generalsanierung Hochleistungskorridor Riedbahn

Gleiswartungsmaschine neben elektrifizierten Gleisen, mit einem Arbeiter in orangefarbener Schutzkleidung
Standort Biblis – Frankfurt, Korridor Riedbahh, Deutschland
Projektlaufzeit Finalisiert 2024
Industrie Infrastruktur & Verkehr
Auftraggeber SPITZKE SE / LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG (joint venture)

Die Generalsanierung der Riedbahn ist das Pilotprojekt zur Modernisierung des deutschen Hochleistungsnetzes der Deutschen Bahn. Obermeyer verantwortete als Generalplaner die Ausführungsplanung des größten Projektabschnitts.

Für den nördlichen Streckenabschnitt zwischen Biblis und Frankfurt war die Arbeitsgemeinschaft aus SPITZKE SE und LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG unser Auftraggeber. Als Generalplaner für die Ausführungsplanung verantwortete Obermeyer den mit Abstand größten Projektabschnitt, der mehr als 70 Prozent des Gesamtumfangs der Generalsanierung umfasste.

Bahnstrecke im Projekt „Generalsanierung der Riedbahn“ mit Schallschutzwand und Arbeitszug
Bauarbeiten am Gleisrand mit Oberleitungsausrüstung und grünen Zaunpfosten

Trotz der außergewöhnlichen Projektgröße wurde die Planung innerhalb eines äußerst engen Zeitrahmens umgesetzt. Nach nur 10,5 Monaten Planungszeit und einer anschließenden fünfmonatigen Bauphase konnte die Strecke im Dezember 2024 planmäßig wieder für den Bahnverkehr freigegeben werden.

Die Umsetzung erfolgte in enger Zusammenarbeit mit unserem Auftraggeber und der Deutschen Bahn. Um die Vielzahl der beteiligten Fachdisziplinen effizient zu koordinieren, setzte Obermeyer auf innovative digitale Planungsmethoden sowie agile Projektmanagementansätze. Eine eigens entwickelte digitale Koordinierungsumgebung ermöglichte erstmals die modellbasierte Abstimmung sämtlicher Fachplanungen auf Basis eines von Obermeyer erstellten 3D-Bestandsmodells. Auf diese Weise konnten zeitweise mehr als 100 Planerinnen und Planer gleichzeitig an dem Projekt arbeiten.

Die Planungsleistungen wurden über sieben Fachbereiche, zwölf Obermeyer-Standorte sowie fünf Planungspartner, darunter Helika und Hellas, koordiniert. Trotz der hohen Komplexität konnten sämtliche Planungsunterlagen termingerecht und in der geforderten Qualität für die Bauausführung freigegeben werden.

Bauarbeiten im Rahmen der Generalsanierung der Riedbahn mit Mitarbeitenden und Gleisbaumaschine
Lagerfläche für Betonschwellen und Gleisbaumaterial im Projekt Generalsanierung der Riedbahn

Auch die technischen Kennzahlen verdeutlichen die Dimension des Projekts: Im Rahmen der Generalsanierung wurden 111 Kilometer Gleise erneuert, 152 Weichen modernisiert, 619 Signale installiert oder angepasst, 130 Kilometer Fahrdraht erneuert, 383 Oberleitungsmasten ersetzt sowie 20 Bahnhöfe modernisiert.

Die Generalsanierung der Riedbahn gilt damit als wegweisendes Referenzprojekt für die zukünftige Modernisierung des deutschen Hochleistungsnetzes der Deutschen Bahn.

111 kmGleise erneuert
152Weichen modernisiert
619Signale installiert oder angepasst
130 kmFahrdraht erneuert

Technische Daten

Project type Generalsanierung eines Hochleistungskorridors
Planning methodology Digitale Koordinierungsplattform mit modellbasierter 3D-Planung
Planning organisation concept Interdisziplinäre Planung mit über 100 Planerinnen und Planern an mehreren Standorten
Scope of railway systems works Modernisierung von Bahnhöfen, Oberleitungs-, Leit- und Sicherungstechnik
Bahnstrecke im Projekt „Generalsanierung der Riedbahn“ mit Schallschutzwand und Arbeitszug
Transport von Gleisjochen für die Generalsanierung der Riedbahn
Einbau von Gleisjochen während der Generalsanierung der Riedbahn
Lagerfläche für Betonschwellen und Gleisbaumaterial im Projekt Generalsanierung der Riedbahn
Bauarbeiten im Rahmen der Generalsanierung der Riedbahn mit Gleisbaumaschine und Mitarbeitenden

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