S-Bahn-Linie S21 Nordverbindung
Mit der Nordanbindung der S-Bahn-Linie S21 entsteht eine neue unterirdische Nord-Süd-Achse zwischen dem Berliner Hauptbahnhof und dem Potsdamer Platz. Obermeyer verantwortet die Planung eines technisch anspruchsvollen Tunnelbauwerks.
Der zweite Bauabschnitt der S-Bahn-Linie S21 beginnt am Bauwerk des ersten Bauabschnitts, der Nordanbindung des Berliner Hauptbahnhofs. Von dort verläuft die neue Strecke in zwei eingleisigen Tunnelröhren durch das Berliner Regierungsviertel bis zum Potsdamer Platz. Auf Höhe des Brandenburger Tors schließt sie an den bestehenden Nord-Süd-S-Bahn-Tunnel („Heuboden“) an, der derzeit als Kehr- und Abstellanlage genutzt wird und künftig wieder in das Berliner S-Bahn-Netz integriert wird.
Mit der Fertigstellung der S21 erhalten Fahrgäste aus dem Norden künftig zwei direkte Fahrmöglichkeiten in Richtung Potsdamer Platz – entweder über die Friedrichstraße oder über den Berliner Hauptbahnhof. Im zweiten Bauabschnitt entstehen keine zusätzlichen Stationen.
Der Streckenverlauf führt durch die Berliner Bezirke Mitte und Tiergarten und verläuft in unmittelbarer Nähe zahlreicher bedeutender Bauwerke und Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen unter anderem das Paul-Löbe-Haus, der Reichstag, das Brandenburger Tor, das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas sowie der Große Tiergarten. Darüber hinaus unterquert die Trasse den Spreebogenpark und die Spree.
Streckenverlauf
Der rund 1,2 Kilometer lange zweite Bauabschnitt besteht im Wesentlichen aus zwei maschinell hergestellten Tunnelröhren sowie Tunnelbauwerken in offener Bauweise im nördlichen und südlichen Abschnitt. Dazu gehört auch der Rück- und Neubau des historischen Tunnelbauwerks „Heuboden“, das den Anschluss an den bestehenden Nord-Süd-S-Bahn-Tunnel herstellt.
Nördlicher Abschnitt
Der nördliche Abschnitt verbindet den Tunnel des ersten Bauabschnitts mit dem Berliner Hauptbahnhof. Von dort verläuft die Strecke zunächst in offener Bauweise, bevor sie in die beiden maschinell hergestellten Tunnelröhren übergeht.
Für die Bauausführung wurden umfangreiche Baustelleneinrichtungs- und Logistikflächen geschaffen. Diese befinden sich unter anderem im Bereich des Humboldthafens, des Berliner Hauptbahnhofs und des Spreebogenparks.
Tunnelbau
Kernstück des zweiten Bauabschnitts sind zwei eingleisige Tunnelröhren mit einer Länge von rund 865 Metern beziehungsweise 845 Metern. Sie verlaufen unter der Spree, dem Spreebogenpark und dem Berliner Regierungsviertel.
Die Tunnel erreichen eine Tiefe von bis zu 22 Metern unter Geländeniveau. Zusätzlich zu den beiden Tunnelröhren umfasst dieser Abschnitt vorbereitende Bauwerke sowie temporäre Bauhilfsmaßnahmen. Aufgrund des Abstands zwischen den Tunnelröhren wurde jede Röhre mit einem eigenen Notausgang ausgestattet.
Südlicher Abschnitt
Der südliche Abschnitt schließt an die Tunnelröhren an und führt bis zum bestehenden Nord-Süd-S-Bahn-Tunnel („Heuboden“). Er umfasst Tunnelbauwerke in offener Bauweise sowie zwei zusätzliche Notausgänge.
Im Bereich des Brandenburger Tors vereinigen sich die beiden Tunnelröhren zu einem eingleisigen Bauwerk, das an den bestehenden Tunnel anschließt. Umfangreiche Baustelleneinrichtungsflächen im Bereich des Tiergartens, des Platzes des 18. März und der Ebertstraße ermöglichten die Umsetzung der Bauarbeiten sowie den Rück- und Neubau des Tunnelbauwerks „Heuboden“.
Unsere Leistungen
Obermeyer verantwortet die Planungsleistungen der HOAI-Leistungsphasen 2 bis 4 sowie die Leistungsphasen 5 und 6 für Vorleistungen. Zum Leistungsumfang gehören die Objektplanung für Ingenieurbauwerke und Verkehrsanlagen einschließlich Trassierung, die Technische Ausrüstung (Telekommunikation, 50-Hz-Anlagen, Bahnstrom und Leit- und Sicherungstechnik), die Tragwerksplanung sowie Baugrundgutachten, Vermessungsleistungen, Schall- und Erschütterungsschutz, Umweltuntersuchungen und das Sicherheitskonzept.
Technische Daten

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