SuedLink – Die Windstromleitung von Nord nach Süd

Luftaufnahme einer Autobahnbaustelle mit Erdarbeiten, Gräben, Maschinen und Materialhalden auf landwirtschaftlich genutzten Flächen
Standort Schleswig-Holstein – Baden-Württemberg – Bayern, Deutschland
Projektlaufzeit 2019 – 2028
Industrie Energie
Auftraggeber TenneT TSO GmbH

Mit SuedLink entsteht eine rund 700 Kilometer lange Höchstspannungs-Gleichstromverbindung (HGÜ), die erneuerbare Energie aus Norddeutschland in die Verbrauchszentren im Süden transportiert. Obermeyer unterstützt das Projekt mit umfassenden Planungs- und Projektmanagementleistungen.

Karte von Deutschland mit den geplanten Stromkabeltrassen, Umspannwerken und Energiesymbolen.

Mit dem Projekt SuedLink entsteht eine der wichtigsten Stromverbindungen Deutschlands. Als eines der zentralen Infrastrukturvorhaben der Energiewende transportiert die Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) künftig große Mengen erneuerbarer Energie von Norddeutschland in die Verbrauchszentren im Süden. SuedLink verbindet künftig Windparks im Norden, Wasserkraftwerke in Skandinavien und Solarparks in Süddeutschland. Die Erdkabelverbindung ermöglicht, schwankende erneuerbare Energiequellen flexibel zu vernetzen und sorgt so für eine stabile und sichere Stromversorgung

Die Grundlage für den Bau bildet das Bundesbedarfsplangesetz, das den Ausbau der Stromnetze als Voraussetzung für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung definiert. Die Genehmigung erfolgt nach dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz in einem zweistufigen Verfahren.

Die rund 700 Kilometer lange Trasse verläuft von Schleswig-Holstein nach Baden-Württemberg beziehungsweise Bayern und wird vollständig als HGÜ-Erdkabelsystem umgesetzt. Die Leitung besteht aus zwei parallel geführten Gleichstromsystemen mit einer Spannungsebene von 525 kV und einer Gesamtübertragungsleistung von 4 Gigawatt (2 × 2 GW).

Die Kabel werden überwiegend in offener Bauweise in Gräben mit einer Tiefe von etwa 1,5 bis 1,8 Metern verlegt. Für die Unterquerung sensibler Bereiche wie Straßen, Bahnlinien, Gewässer, bestehende Infrastruktur oder Schutzgebiete kommen geschlossene Bauverfahren wie Horizontalspülbohrungen (HDD) oder Mikrotunneling zum Einsatz. Die beiden Leitungssysteme werden meist gebündelt innerhalb eines etwa 40 bis 45 Meter breiten Trassenkorridors verlegt.

Luftaufnahme einer Straßenbaustelle auf Ackerland mit Aushubarbeiten, Fahrzeugen und einem Bagger

Im Auftrag der TenneT TSO GmbH übernimmt Obermeyer Planungskoordination und Projektmanagement sowie technische und digitale Planungsleistungen. Zum Leistungsumfang gehören außerdem das Genehmigungsmanagement, Umwelt- und Immissionsschutz, das Planlaufmanagement sowie die fachübergreifende Koordination aller Projektbeteiligten. Das Projekt ist in 15 Planfeststellungsabschnitte gegliedert und umfasst rund 20.000 Flurstücke. Die Planung erfolgt von 2019 bis 2026, die Bauausführung von 2023 bis 2028.

Grabenaushub mit verlegten Versorgungsleitungen und rot-weißen Markierungspfosten an den Rändern
700 kmTrassenlänge
525 kVSpannungsebene des HGÜ-Systems
4 GW (2 × 2 GW)Gesamtübertragungsleistung
40–45 mBreite des Trassenkorridors

Technische Daten

Übertragungssystem HGÜ-Erdkabelsystem mit zwei parallel geführten Gleichstromsystemen
Regelbauweise Kabelverlegung in etwa 1,5 bis 1,8 Meter tiefen Gräben
Geschlossene Bauverfahren Horizontalspülbohrungen (HDD) und Mikrotunneling für Querungen
Planungs- und Genehmigungsumfang 15 Planfeststellungsabschnitte mit rund 20.000 betroffenen Flurstücken
Karte Deutschlands im BIM-Stil mit der SüdLink-Kabeltrasse, den Umrichterstationen und Symbolen für erneuerbare Energien
Luftaufnahme einer Straßenbaustelle mit ausgehobenen Gräben und Erdbaumaschinen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen
Luftaufnahme eines Straßenbauvorhabens auf landwirtschaftlich genutzten Flächen mit ausgehobenen Gräben, Schalungen, Fahrzeugen und einem Bagger
Versorgungsgraben mit freiliegenden Kabeln und roten Rohrmuffen auf einer Baustelle

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